Nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für die Angehörigen von Patienten mit Angststörungen, stellt die Erkrankung eine erhebliche Belastung dar. Vielen Angehörigen fällt es schwer zu akzeptieren, dass der Betroffene die Angststörung nicht durch Willensanstrengung in den Griff bekommt.
Für den Betroffenen ist es deshalb wichtig zu spüren, dass die Angehörigen seine Erkrankung ernst nehmen und ihn bei der Überwindung seiner Angststörung unterstützen. Dazu gehört es zum Beispiel auch, den Betroffenen zu ermutigen, ärztliche Hilfe aufzu- suchen und – falls notwendig – eine medikamen- töse oder psychotherapeutische Behandlung anzustreben. Während der Psychotherapie ist es hilfreich, den Betroffenen immer wieder zu ermuntern, sich im Rahmen der Expositionsbehandlung den Angst auslösenden Situationen zu stellen und zu lernen, diese Situationen zu meistern. Je besser der Patient dies lernt, umso größer wird seine wiedergewonnene Handlungsfreiheit. Die Psychotherapie ermöglicht es dem Patienten, aktive Bewältigungs- strategien seiner Angsterkrankung zu erlernen, so dass er nicht mehr hilflos den Ängsten ausgeliefert ist. Eine einfühlsame und gleichzeitig ermutigende Haltung von Angehörigen wird ihm helfen, diesem Ziel näher zu kommen.



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