Zwänge sind Gedanken und Handlungen, die ein Mensch immer wieder denken beziehungsweise ausführen muss. Jeder kennt an sich selber, bei Angehörigen oder Bekannten bestimmte Verhaltensweisen, die einen zwanghaften Charakter auf weisen. Dazu gehören zum Beispiel die regelmäßige Kontrolle, ob Herd oder Bügeleisen ausgeschaltet sind, das Rütteln an der Haustür oder das Anordnen von Gegenständen in einer bestimmten Reihenfolge.
Zwangsgedanken kreisen häufig um aggressive Inhalte wie zum Beispiel jemandem etwas anzutun, was jedoch in der Regel nicht ausgeführt wird. Oft sind es auch Gedanken wie die Angst, sich zu ver- schmutzen oder mit Keimen anzustecken. Sowohl Zwangsgedanken als auch Zwangshandlungen drängen sich gegen den Willen des Betroffenen auf und können auch mit Willensanstrengung nicht unterdrückt werden. Und obwohl der Betroffene die Gedanken und Handlungen als unsinnig erlebt, muss er sie immer wieder denken oder ausführen.
Zwanghafte Verhaltensweisen sind nicht grundsätzlich krankhaft. Wenn ein Mensch jedoch seinem regelrechten Tagesablauf nicht mehr nachgehen kann oder zum Beispiel ständig zu spät zur Arbeit kommt, werden die Zwänge zu einer behandlungs bedürftigen Erkrankung.




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